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Franco Lazzara

Travelwriter & Roadblogger

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22. Februar 2019

Route, Räder & Gepäck: Die richtige Vorbereitung auf eine Radtour


Eine Radtour ist die perfekte Möglichkeit, um sich vom Stress des Alltags zu entspannen, sich wieder einmal zu bewegen, frische Luft zu genießen und Zeit mit der Familie und Freunden zu verbringen. Doch die Zeit auf zwei Reifen will geplant sein, damit die Tour zu einem vollen Erfolg wird und man vor unangenehmen Überraschungen gefeit ist. Grundsätzlich gilt für die Vorbereitung: Der Weg, die Räder und das Gepäck müssen in Augenschein genommen werden.

Die Route: Selbst geplant oder übernommen?
Die Route für die Radtour ist der erste Baustein der Vorbereitung, schließlich bestimmt sie, wie lange und wo man unterwegs ist, wie viel Gepäck man also braucht und mit welchen Belastungen die Räder umgehen müssen. Online findet man zahlreiche ausformulierte Routenvorschläge. Die meisten Radfahrer planen jedoch lieber selbst. Hierbei gilt es, so man nicht nur eine kurze Tour (bis zu 20 Kilometer) auf den Straßen rund um den Heimatort macht, detailliert zu arbeiten: Die Wege müssen exakt herausgeschrieben werden. Es macht außerdem Sinn, sich auch gleich mögliche Alternativen zu notieren. Zu häufig ist beispielsweise ein Waldweg durch Regen unpassierbar oder eine Straße überraschend aufgrund einer Baustelle gesperrt.

Passen die Räder zur Route?
Nicht jedes Fahrrad ist für jede Radtour geeignet: Erst einmal muss man überprüfen, ob der Rahmen zur Körpergröße passt. Was einen bei den kurzen Wegen in der Stadt sonst nicht stört, wird auf einer langen Radtour schnell zur Qual. Generell gilt folgende Faustformel: Der Rahmen sollte die Größe der Schrittlänge des Fahrers minus 25 Zentimeter haben. Die meisten Erwachsenen sollten mit einem 28 Zoll großen Rahmen fahren. Wer hoch aufgeschossen ist, braucht möglicherweise sogar noch mehr Höhe.

Auch die Art der Räder gilt es zu beachten: City Bikes und Trekkingräder können, wenn sie gut in Schuss sind, in aller Regel problemlos für Touren von einer Länge von 50 bis zu 60 Kilometern verwendet werden. Wer eine längere Fahrt plant oder sich über mehrere Tage in Etappen bewegen möchte, sollte sich für ein Reiserad oder ein verkehrssicheres Mountainbike entscheiden.

Der Gepäckträger des Fahrrads sollte verwindesteif sein und für längere Touren problemlos eine Last von 40 Kilogramm tragen können

Der richtige Sattel: Damit die Tour nicht zur Qual wird
Der Sattel, der direkt nach dem Kauf auf dem Fahrrad montiert ist, passt zumeist nicht für längere Radtouren. Vielfahrer sollten hier über einen Neukauf nachdenken: Grundsätzlich gilt, dass ein Sattel im Bereich des Schambeins möglichst breit sein sollte. Zudem darf er nicht zu weich sein, um ein Einsinken zu vermeiden, durch das Druck auf den Dammbereich entstehen würde. Der Sattel muss waagerecht montiert sein. Die Spitze darf höchstens minimal nach unten zeigen – und keinesfalls nach oben.

Das Gepäck
Idealerweise wird das Gepäck in zwei wasserdichten Fahrradtaschen transportiert, die um den Gepäckträger und den Hinterreifen gespannt werden. Idealerweise vier Wochen vor der Abfahrt sollte man überprüfen, ob die Taschen heile sind und es keine Löcher gibt. Reichen die hinteren Taschen nicht, kann man für vorne noch zwei kleinere hinzufügen, diese werden „Low-Rider-Taschen“ genannt.

Ins Gepäck gehören neben der Kleidung, die man ohnehin mitnimmt, Regenzeug, Flickzeug, Werkzeug, Radzeug zum Wechseln (Hose, Shirt, Schuhe, Sonnenbrille), Karten, die Reisedokumente (von der Wegbeschreibung bis zu etwaigen Hotelbuchungen), eine Windjacke, Insektenschutzmittel, Ausweisdokumente, Verpflegung und Getränke. Im Winter kommen vielleicht Mützen, Handschuhe und sonstige Hilfsmittel gegen die Kälte dazu.

Vor der Abfahrt
Zum Abschluss des Ratgebers eine kleine Checkliste, die vor der Abfahrt durchgegangen werden sollte:
– Wurde das Rad innerhalb der letzten acht Wochen technisch überprüft?
– Ist der Fahrradhelm noch qualitativ ausreichend?
– Hat jeder Mitfahrer ein aufgeladenes Handy dabei? Idealerweise bieten sich Smartphones an, weil man mit diesen auch schnell alternative Routen suchen kann. Das Ladegerät darf natürlich ebenfalls nicht vergessen werden.
– Werden Geld und EC- sowie Kreditkarten getrennt aufbewahrt – so dass man nicht mittellos dasteht, sollte man eines der beide Gepäckstücke verlieren?
– Ist ein Erste-Hilfe-Set dabei, das auch noch nicht abgelaufen ist?

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