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25. April 2018

Verrücktes Sensler Derby zum Auftakt


Seisa 08 ist mit einem 5:3-Sieg beim SC Düdingen II in die Aufstiegsrunde 3./2. Liga gestartet. In einer Partie, in der die Abwehrreihen nicht über alle Zweifel erhaben waren, machten die Gäste einen 1:3-Rückstand wett.
Vor dem Spiel konnten die beiden Präsidenten beim Smalltalk angetroffen werden. Erwin Brügger wollte seinem Team nicht zu grossen Druck auferlegen und gab an, dass Seisa 08 der grosse Aussenseiter dieser Aufstiegsspiele sein werde. Trotzdem sagte er mit einem Augenzwinkern, dass eine Überraschung «à la Bösingen», das im Vorjahr in die 2. Liga aufgestiegen war, nicht auszuschliessen sei. Beat Hirschi seinerseits war in seinen Aussagen ein wenig dezidierter. Seine Mannschaft sei wie die Jungfrau zum Kinde zu den Aufstiegsspielen gekommen. Der SCD wolle der zweiten Mannschaft keinen Druck auferlegen, zumal ein Aufstieg für das Fanionteam sicher positive Auswirkungen haben könnte.

660 Zuschauer wohnten am Samstag dem verrückten Spiel bei. Dass es viele Tore geben würde, war eigentlich nicht vorauszusehen, denn beide Teams hatten sich während der Saison mit einer soliden Abwehr ausgezeichnet. Seisa 08 startete stark und angriffslustig in die Partie. Trotzdem war es der Gästetorhüter Martin Zahno, der mit einer Glanzparade in der 8. Minute einen Rückstand verhindern konnte. Diese Aktion läutete eine animierte erste Halbzeit ein. So scheiterte Armando Mathis in der 9. Minute am Pfosten. Danach kamen die Düdinger besser ins Spiel. Sie kontrollierten den Gegner, indem sie den Ball in den eigenen Reihen hielten. Mit langen präzisen Bällen in die Tiefe probierten sie, Lukas Schneuwly und Joël Hayoz zu lancieren. Umso überraschender kam der Führungstreffer der Gäste. In der 24. Minute konnte sich der agile Mathis durchsetzen und danach alleine gegen den Torhüter ziehen. Mit einem satten Schuss liess er Simon Perler keine Chance. Kaum eine Zeigerumdrehung später versuchte Dijamant Hashani sein Glück mit einem Schuss aus circa 35 Metern. Dieser schlug wie ein Blitz im Netz der Gäste ein. Als das Heimteam in der 30. und 31. Minute das Skore auf 3:1 erhöhte, konnte man davon ausgehen, dass die Messe gelesen war. Dem war nicht so, denn kurz vor der Pause konnte Yanick Aebischer mit einem Bombenfreistoss zum 2:3 ­verkürzen.

Kein Elfer für den SCD II

Nach dem Tee lief bei Düdingen nicht mehr vieles rund. Die beiden Einwechslungen schienen dem Spiel nicht gerade förderlich zu sein. Seisa 08 hingegen spielte konsequent sein Spiel, und kein Weg war den Gästen zu lange. Unter der umsichtigen und routinierten Führung der beiden Mittelfeldstrategen Marc Bertschy und Aebischer lancierten sie Angriff um Angriff in Richtung Perler. Die Düdinger schienen vom forschen und unbeschwerten Spiel des Gegners überrascht zu sein und fanden nur noch gelegentlich zu einigen Angriffen. So war es kaum eine Überraschung, dass Seisa 08 – nach einem Freistoss – erneut durch Mathis einen Torerfolg feiern konnte. Auch in der Folge wurden die Nerven aller Anwesenden weiter auf eine harte Probe gestellt. Umso mehr, als der Schiedsrichter in der 74. Minute ein klares Foul an einem Düdinger nach ausserhalb des Strafraums verlegte und dem Heimteam so einen klaren Elfmeter verweigerte. So kam es schliesslich, wie es kommen musste. In der 83. Minute konnte der eingewechselte Fabian Aebischer im Strafraum nur noch per Foul gestoppt werden. Den fälligen Elfmeter verwertete Thierry Rumo mit viel Glück zum 3:4. Als die Düdinger in der Schlussphase nochmals alle Mann nach vorne beorderten, konnte Fabian Aebischer ins leere Tor zum Schlussresultat einnetzen.

Stärkere Defensive gefragt

Trotz dem spannenden Sensler Derby: Für beide Teams wird es schwer werden, wenn sie die defensiven Schwächen in den folgenden Spielen nicht verbessern. Aufstiegsspiele werden mit kompromisslosen Defensivarbeit gewonnen. Die Düdinger dürfen den Mut nicht verlieren und müssen weiter an ihre Chance glauben und vor allem die Passivität und Lethargie der zweiten Halbzeit ablegen. Seisa 08 seinerseits hat mit diesem guten Start seine Ambitionen, die sicher vorhanden sind, in die Waagschale geworfen. Nun gilt es, die Konzentration aufrechtzuerhalten und vor allem die Euphorie nicht überborden zu lassen.

Quelle: FN/DANIEL HAYMOZ

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