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Franco Lazzara

Travelwriter & Roadblogger

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22. Februar 2019

Wandern und Trekking – die richtige Vorbereitung für eine genussvolle Tour


Wandern und Trekking meinen im Grunde dasselbe: zügiges Gehen über einen längeren Zeitraum und größere Distanzen. Der Begriff Trekking wird in erster Linie für mehrtägige Touren verwendet, die meist auch die Übernachtung in freier Natur mit einschließen. Die richtige Vorbereitung ist sehr von Art, Dauer und Ort der Wanderung abhängig und erfordert gegebenenfalls eine etwas genauere Planung.

Die wichtigsten Ausrüstungsgegenstände beim Wandern
Die nötige Ausrüstung variiert stark mit Art und Dauer der bevorstehenden Tour. Soll es eine Tageswanderung sein, reicht eine angemessene, wetterfeste Kleidung, Proviant und im Sommer ein Sonnenschutz. Ein kleiner Tagesrucksack mit ca. 25 Liter Volumen sollte für solche Vorhaben absolut ausreichend sein.

Großes Augenmerk sollte stets auf die Wahl der richtigen Wanderschuhe gelegt werden. Wenn bei einem Gegenstand fürsWandern kein Geld gespart werden sollte, dann hier. Falsches oder nicht richtig passendes Schuhwerk macht sich durch Druckstellen und Blasen an den Füßen auf unangenehme Weise bemerkbar. Auch sollte beachtet werden, dass die Wanderschuhe gut eingelaufen sind, bevor es damit auf längere Touren gehen soll. Es ist empfehlenswert, Wanderschuhe vor Ort bei einem Fachhändler zu kaufen. Nur hier ist es möglich, diese vorher anzuprobieren und sich dabei fachkundig beraten zu lassen. Wer das Risiko des Umknickens minimieren möchte, sollte Schuhe oder Stiefel wählen, die über die Knöchel gehen.

Bei mehrtägigen Wanderungen wird die Ausrüstungsliste schon etwas umfangreicher. Hier spielen die persönlichen Präferenzen im Hinblick auf Komfort und Gewicht eine große Rolle. Für Übernachtungen in freier Natur werden normalerweise Isomatte, ein der Jahreszeit entsprechender Schlafsack sowie ein Zelt oder Tarp benötigt. Auch Kocher samt Brennstoff und entsprechendes Kochgeschirr gehören bei den meisten Trekkingtouren dazu. Darüber hinaus sollten im Vorfeld Orte ausfindig gemacht werden, an denen es möglich ist, den Proviant aufzustocken.

Im wärmeren Klima kommt der Wasserversorgung beim Wandern eine besonders hohe Priorität zu. Nicht immer stehen Quellen und Brunnen mit Trinkwasser zur Verfügung. Deswegen sollte die Anschaffung eines Wasserfilters in Erwägung gezogen werden, sobald mehr Wasser benötigt wird, als getragen werden kann.

Routenplanung und Navigation
Die Route lässt sich über entsprechende Dienste und Programme wie beispielsweise OpenStreetMap gut im Voraus planen. GPS-Geräte erleichtern die Navigation während der Tour erheblich. Gerade auf längeren Touren, die mehrere Tage durch abgelegene Gegenden führen, sollte auf klassische Hilfsmittel wie Karte und Kompass jedoch nicht verzichtet werden. Diese haben den Vorteil, auch ohne Stromzufuhr noch zur Verfügung zu stehen. Die Auswahl der richtigen topographischen Karten sollte daher stets als wichtiger Bestandteil der Reisevorbereitung angesehen werden.

Wie wird das Wetter?
Das Wetter ist der Faktor auf einer Wanderung, der sich am wenigsten beeinflussen lässt. Beim Wandern in Gebirgen ist es wichtig, sich auf schnelle Wetterwechsel vorzubereiten, denn in solchen Regionen können sich diese binnen weniger Minuten vollziehen. In den meisten Teilen Europas, vor allem aber in Mittel- und Nordeuropa, gehört ein verlässlicher Regenschutz zur Grundausrüstung. Zur Auswahl stehen die Kombination aus Regenjacke und Regenhose sowie der Poncho. Letzterer zählt zu den multifunktionalen Ausrüstungsgegenständen, da er sich beispielsweise auch abspannen und so behelfsmäßig als Tarp einsetzen lässt.

Übernachtung in freier Natur
Gerade bei mehrtägigen Trekkingtouren spielt die Übernachtung eine wichtige Rolle, sollen diese in freier Natur stattfinden. Dabei ist vor allem die Komfortzone des Schlafsacks zu beachten. Das ist der Temperaturbereich, in dem noch eine Übernachtung möglich ist, ohne zu frieren. Der ebenfalls angegebene Extrembereich sollte daher möglichst nicht ausgereizt werden.

Nicht zu unterschätzen: Die körperliche Fitness
Wandern ist eine leicht zu erlernende Sportart, denn einen Fuß vor den anderen setzen, das kann im Grunde fast jeder. Auch wenn Wandern als eine eher gemütliche Sportart gesehen wird, sollte die eigene Leistungsfähigkeit dabei nicht außer Acht gelassen werden. Inwiefern die körperliche Fitness dabei in Anspruch genommen wird, hängt mit dem Verlauf der Tour, dem Gelände und der Beschaffenheit der Wege zusammen. Anspruchsvollere Touren, bei denen beispielsweise viele Höhenmeter überwunden werden wollen, erfordern auch eine bessere körperliche Konstitution. Vor allem beim Bergwandern neigen ungeübte Wanderer dazu, sich zu überschätzen, um dann während der Tour festzustellen, dass das Ziel außer Reichweite liegt.

Es ist also vor allem bei längeren Touren wichtig, den eigenen Trainingsstand bzw. die eigene Fitness richtig und vor allem realistisch einzuschätzen. Eine Faustformel oder dergleichen gibt es hierfür nicht, aber die Praxis sollte aufschlussreich genug sein. Wer regelmäßig auf Schuster Rappen unterwegs ist, kennt seine Kapazitäten und deren Grenzen. Wer die Sache ambitioniert angeht, legt entsprechend Wert darauf, diese Grenzen immer weiter auszureizen und von Tour zu Tour zu verschieben. Es ist wie mit anderen Sportarten auch: wer mehr trainiert, ist auch mehr zu leisten imstande.

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